Kindergeld und Kinderfreibeträge sollen steigen

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Ab Montag wird Kinderbonus ausgezahlt

Ab Montag beginnt die Auszahlung des Kinderbonus‘ aus dem Corona-Hilfspaket, mit dem der Bund Familien unterstützt für besondere Betreuungsleistungen während der Corona-Pandemie. Anträge sind nicht erforderlich! Bestand in diesem Jahr auch kurzzeitig Anspruch auf Kindergeld (oder wird entstehen bei Geburten bis zum 31. Dezember 2020), wird die Familienkasse automatisch aktiv. Es erfolgt keine Anrechnung auf Sozialleistungen wie Grundsicherung für Arbeitsuchende, Unterhaltsvorschuss oder Kinderzuschlag und Wohngeld. Im September beträgt der Kinderbonus 200 Euro, im Oktober 100 Euro.

Die Koalition plant weitere Leistungen für Familien: Das Kindergeld und die steuerlichen Kinderfreibeträge sollen zum 1. Januar 2021 steigen. Der Entwurf der Bundesregierung eines „Zweiten Familienentlastungsgesetzes“ auf Drucksache 19/21988 sieht eine Erhöhung von 15 Euro beim Kindergeld vor und eine entsprechende Anpassung der Freibeträge. Dem Entwurf zufolge wird das Kindergeld für das erste und zweite Kind dann jeweils 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro und für das vierte und für jedes weitere Kind jeweils 250 Euro pro Monat betragen. Mit dem Entwurf sollen auch der Grundfreibetrag angehoben sowie die kalte Progression ausgeglichen werden.

Die entsprechenden Berichte – der Existenzminimumbericht sowie der Steuerprogressionsbericht – liegen laut Bundesregierung im Herbst 2020 vor. Eine gegebenenfalls notwendige Anpassung der Sätze könne im parlamentarischen Verfahren vollzogen werden, heißt es in dem Entwurf. Die Bundesregierung geht davon aus, mit der Erhöhung des Kinderfreibetrags über den voraussichtlichen Vorgaben des Existenzminimumberichts zu liegen. „Die Bundesregierung will mit diesem Gesetz jedoch über das verfassungsrechtlich Notwendige hinausgehen und einen Beitrag zur finanziellen Stärkung der Familien leisten, wie dies im Koalitionsvertrag vorgesehen ist“, schreibt sie zur Begründung. Im Zusammenhang mit der Anhebung des Grundfreibetrags soll dem Entwurf zufolge auch der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen nach Paragraf 33a Absatz 1 EStG angehoben werden.

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