Wahlkreis 189

Seit 1994 wurde ich sieben Mal direkt in den Deutschen Bundestag gewählt; das heißt von allen Direktkandidaten bekam ich jeweils die meisten Erst-Stimmen. Aktuell vertrete ich den Wahlkreis 189. Diesen bilden die Landkreise Eichsfeld, Nordhausen und Kyffhäuser in Nordthüringen.

Eichsfeld

Nordhausen

Kyffhäuser

Bürgerbüros vor Ort

Büro Eichsfeld

Wilhelmstraße 20
37308 Heilbad Heiligenstadt
Telefon 03606 / 606165
Mail buero-hig(at=@)manfred-grund.de

Büro Nordhausen

Käthe-Kohlwitz-Straße 4
99734 Nordhausen
Telefon 03631 / 6514039
Mail buero-ndh(at=@)manfred-grund.de

Büro Kyffhäuser

Hospitalstraße 88
99706 Sondershausen
Telefon 03632 / 650150
Mail buero-sdh(at=@)manfred-grund.de

Was sind Wahlkreise?

Für eine Bundestagswahl wird Deutschland in Wahlkreise mit etwa gleich vielen Einwohnern aufgeteilt. Dies stellt sicher, dass jeder Wähler identischen Einfluss auf das Ergebnis hat, egal ob er in der Großstadt oder in einem kleinen Dorf wählt. Und weil überall der Direktkandidat mit den meisten Stimmen seinen Wahlkreis im Bundestag vertreten kann, sind auch alle Regionen im Parlament vertreten.

Einteilung der Wahlkreise

Ein Wahlkreis ist ein räumlich klar abgegrenztes Gebiet. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung oder kommunaler Gebietsänderungen müssen die Wahlkreise vor jeder Bundestagswahl überprüft und eventuell neu abgegrenzt werden.

Das Bundeswahlgesetz macht folgende Vorgaben:

  • Die Wahlkreise sollen in Bezug auf die Anzahl der darin lebenden Einwohner möglichst gleich groß sein (jeweils um die 250.000 Menschen).
  • Die Zahl darf nicht mehr als 15 Prozent nach oben oder nach unten abweichen.
  • Beträgt die Abweichung mehr als 25 Prozent, ist eine Neuabgrenzung vorzunehmen.
  • Dabei darf sich ein Wahlkreis nur innerhalb eines Bundeslandes befinden und die Grenzen der Gemeinden, Kreise und kreisfreien Städte sollen möglichst eingehalten werden.

Thüringen tritt 2017 Wahlkreis an Bayern ab

2017 mussten deshalb 34 Wahlkreise neu bestimmt werden. Wegen seiner negativen Bevölkerungsentwicklung hat Thüringen 2017 gegenüber der Bundestagswahl 2013 einen Wahlkreis an Bayern abgegeben. Demnach hatte Thüringen bei der Wahl 2017 acht statt neun Wahlkreise, Bayern 46 statt zuvor 45.

Der vormalige Wahlkreis 194 Gera – Jena – Saale-Holzland-Kreis in Thüringen wurde aufgelöst. In der Folge wurden von den verbliebenen acht Wahlkreisen sechs umbenannt und die Zuschnitte verändert, um eine gleiche Größe zu erreichen.

In diesen Wahlkreisen wählte Thüringen 2017:

189 Eichsfeld – Nordhausen – Kyffhäuserkreis,
190 Eisenach – Wartburgkreis – Unstrut-Hainich-Kreis,
191 Jena – Sömmerda – Weimarer Land I,
192 Gotha – Ilm-Kreis
193 Erfurt – Weimar – Weimarer Land II,
194 Gera – Greiz – Altenburger Land,
195 Saalfeld-Rudolstadt – Saale-Holzland-Kreis – Saale-Orla-Kreis und
196 Suhl – Schmalkalden-Meiningen – Hildburghausen – Sonneberg.

Erst- und Zweitstimme

Jeder Wähler hat zwei Stimmen, die er frei verteilen und auch unabhängig voneinander vergeben kann. Mit der Erststimme entscheidet jeder Wähler über die Direktkandidatin oder den Direktkandidaten im Wahlkreis. Jeder Wahlkreis wird von mindestens einem Abgeordneten im Bundestag vertreten. Aus 299 Wahlkreisen ergeben sich 299 Bundestagsmandate.

Die Zweitstimme entscheidet über das Stärkeverhältnis der Parteien im Bundestag. Dieses Wahlverfahren mit Erst- und Zweitstimme nennt man  personalisierte Verhältniswahl.

Wer Bewerber für die Erststimme ist, wird auf gemeinsamen Versammlungen der in einem Wahlkreis organisierten Parteigliederungen demokratisch abgestimmt. Für den Wahlkreis 189 sind das die Kreisverbände der Parteien in den Landkreisen Eichsfeld, Nordhausen und Kyffhäuser. Die Parteien stellen für die Zweitstimme sogenannte Landeslisten auf. Gewählt werden diese auf Landesparteitagen.

Wer tatsächlich gewählt ist

Welche Person die meisten Erststimmen auf sich vereint, ist direkt gewählt und gehört dem Bundestag an – unabhängig vom Ergebnis der Stimmen für die Parteien.

Alle Zweitstimmen für eine Partei in den Ländern werden für das Endergebnis zusammengezählt. Die personelle Besetzung erfolgt aber entsprechend des Landesergebnisses. Und zwar werden zunächst die mit Erststimme errungenen Direktmandate in einem Bundesland auf das mit der Zweitstimme errungene Landesergebnis angerechnet.

Wurden weniger Direktmandate errungen, ziehen dann die Bewerber in der Reihenfolge der Landesliste in den Bundestag ein. Gibt es mehr direkt gewählte Abgeordnete einer Partei als ihr nach dem Zweistimmenergebnis Sitze zustehen, bleiben alle gewählten Direktkandidaten Abgeordnete des Bundestages! Um das Stärkeverhältnis entsprechend des Zweitstimmenergebnisses wieder herzustellen, erhalten alle anderen Parteien Ausgleichsmandate.

Die Landesliste ist auch wichtig für die Besetzung frei werdender Abgeordnetensitze. Scheidet ein Abgeordneter aus dem Bundestag aus oder verstirbt, rückt der nächste Bewerber auf der Landesliste jenes Landesverbandes in den Bundestag nach, der den ausscheidenden Abgeordneten entsandt hatte. So bleibt die regionale Ausgewogenheit bestehen.

Die Ergebnisse der Bundestagswahlen in Nordthüringen

Ihre Frage:

Fragen oder Anmerkung sofort senden!

Not readable? Change text. captcha txt

Start typing and press Enter to search